Montag, 24. Juni 2019
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Die Deutsche Verkehrswacht wurde in den 1920er Jahren gegründet und hat sich nach dem II. Weltkrieg auf förderalistischer Basis neu organisiert. Für die Landesverkehrswacht Niedersachsen ist der 6. Juni 1950 ein denkwürdiger Tag, nämlich der Gründungstag dieser Organisation.

1953 fanden sich in Cloppenburg interessierte Bürger zusammen und gründeten die Kreisverkehrswacht. Es war das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die hohen Unfallzahlen zu senken. Gleichzeitig sollten Verkehrsprobleme in der Cloppenburger Innenstadt gelöst werden, denn zu dieser Zeit führten die Bundesstraßen 72 und 213 noch mitten durch die Innenstadt Cloppenburgs, genau dort, wo sich heute die wunderschönen Fußgängerzonen "Mühlenstraße" und "Lange Straße" befinden.

Die Kreisverkehrswacht Cloppenburg wurde am 12. April 1966 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Cloppenburg unter VR 126 eingetragen. Sie hat in den vergangenen 51 Jahren viel für die Verkehrssicherheitsarbeit und Verkehrserziehung getan. Wenn man sich fragt, ob sich die Arbeit gelohnt hat, ist nur festzustellen, dass dieser Erfolg nicht messbar ist. Wenn man als Parameter die Verkehrstoten im Landkreis Cloppenburg betrachtet, dann ist jedoch festzustellen, dass in den 1960er Jahren im Mittel 79 Verkehrstote zu beklagen waren, in den Jahren 1993 bis 2003 im Mittel 33; das ist ein Rückgang von 42%. Wenn wir mit unserer Arbeit auch nur einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, dann kann man das als Erfolg ansehen.

Die Verkehrsdichte in Cloppenburg wurde von Tag zu Tag größer, so dass neue Lösungen gefunden werden mussten. Auf Einladung der Kreisverkehrswacht fuhren 1966 Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses der Stadt Cloppenburg nach Wilhelmshaven, um dort eine „Einkaufsstraße“ zu besichtigen und die Erfahrungen der dortigen Geschäftsleute zu hören.

Zu diesem Zeitpunkt stand der Umbau der „Lange Straße“ zur Diskussion.

In der Jugendverkehrserziehung wurden bereits 1954 Schülerlotsen ausgebildet und eingesetzt. 1956 setzte die Kreisverkehrswacht den Lehrer von der Heide als Verbindungsmann zu den Schulen ein, um das Anliegen der Verkehrserziehung an/in den Schulen zu forcieren. Von diesem Zeitpunkt an hatte die Kreisverkehrswacht ständig einen Lehrer im Vorstand, was sich für beide Seiten segensreich auswirkte. Besonders zu erwähnen sind die Aktivitäten unseres langjährigen Vorstandmitgliedes Alfred Kupke, der als Konrektor gleichzeitig Fachberater für Verkehrserziehung im Schulaufsichtsbezirk war.

Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Schulen und Kindergärten mit Unterrichtsmedien für den Verkehrsunterricht von uns unterstützt.

Auch für die Erwachsenen wurden ständig Vorträge über Verkehrsgefahren und das richtige Verhalten im Straßenverkehr durchgeführt. Die Kreisverkehrswacht richtete hierfür einen eigenen Unterrichtsraum ein.

Weiter wurde eine mobile Jugendverkehrsschule eingerichtet, den Schulen zur Verfügung gestellt und auch von diesen entsprechend genutzt.

Anfang der 1960er Jahre wurden mit Unterstützung der Kreisverkehrswacht Cloppenburg neue Verkehrswachten in Emstek, Friesoythe, Lastrup und Löningen gegründet. Heute betreuen wir das gesamte Kreisgebiet. Alle Städte und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg sind heute Mitglieder der Kreisverkehrswacht Cloppenburg.

Ständig werden Unterrichtsmedien für Kindergärten und Schulen zur Verfügung gestellt. Weiter werden jährlich mehrere Schwerpunktaktionen gestartet. So führen wir seit 1987 ein Sicherheitstraining für PKW- und Kradfahrer durch. Dieses fand bis 1998 auf dem Fliegerhorst Ahlhorn und seit Mai 1999 auf dem eigenen Platz in Halen, Gemeinde Emstek, statt. Hier verfügen wir über nahezu optimale Bedingungen, u.a. einen Schulungsraum und einen entsprechend ausgestatteten Übungsplatz mit Gleitfläche und Bremsstrecke. In den Monaten März bis Oktober führen wir mindestens eine Veranstaltung durch. Unsere Anlage wird auch von befreundeten Verkehrswachten sowie der Polizei genutzt.

Unser Bestreben ist, dass wir uns weiterhin um die Senkung der Unfallzahlen im Straßenverkehr bemühen. Wir werden das mit allem Nachdruck tun.

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